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Dresden Dolls live in Fribourg

Nachdem wir bei Kaiser Chiefs beide Vorbands verpasst hatten, wollten meine Schwester und ich es diesmal besser machen. Wir waren bereits eine halbe Stunde vor Türöffnung vor dem Eingang und nicht nur fast alleine, sondern wirkten auch leicht deplaziert. Ich hatte mit meinem roten Rock und dem schwarzen Oberteil den Ton noch eher getroffen als meine Schwester, die einen knallgrünen Pullover und braune Hosen trug. Die Gestalten, die mit uns auf Einlass warteten, gehörten ausnahmslos alle der Gothic-Szene an.

Im Fri-Son herrschte ebenso düstere Stimmung. Theaterleute standen in einem Vorraum, ein DJ spielte sphärische Musik. Meine Schwester meinte dazu nur: "Alleine deswegen hat es sich gelohnt, herzukommen." Das Publikum war definitiv anders als an unseren anderen Konzertbesuchen.

Als erster Support-Act spielte Thomas Truax. Ein - wie könnte man das nennen? - Singer/Songwriter, der mit seltsamen selbstgebastelten Instrumenten auftrat. Besonders seine Mini-Drummaschine namens "Sister Spinster" hatte es mir angetan. Einer seiner Songs ging um Internetfreundschaften, den ich super-passend fand. Leider gibt es den Text nirgends.

Danach spielten The dead Brothers, die sehr langsame, etwas wirre Musik machten. Die etwas schnelleren Stücke gefielen mir dann aber.

Während die Bühne für die Dresden Dolls aufgebaut wurde, führte ein Zirkusartist mit einem grossen Reifen Kunststücke vor. Dann hiess es warten. Ich erwähne das, obwohl es normal ist, weil meine Schuhe leider nicht die bequemsten waren und mir meine Füsse bereits jetzt höllisch wehtaten.

Gegen 23.45 kamen sie dann, die Dresden Dolls. Amanda Palmer und Brian Viglione. Das Konzert war einfach faszinierend. Amandas Stimme klingt live noch viel kraftvoller als auf dem Album, und so Klavierspielen wie sie würde ich auch gerne können. *seufz* Brian scheint eher schüchtern zu sein. Ein guter Drummer ist er aber auf jeden Fall.

Meine persönlichen Highlights waren die beiden französischen Lieder, die sie gespielt haben:
- Les Ports D'Amsterdam von Jaques Brel
- Je ne veux pas travailler (keine Ahnung von wem)

Ebenfalls sehr toll war "coin-operated boy", bei dem sie mitten im Lied den Zirkusartisten auf die Bühne gebracht haben, der dann den "coin-operated boy" gegeben hat.

Sie haben eine Mischung aus alten und neuen Songs gespielt - gekannt hab ich aber alle, da ich ja beide Alben besitze. Immer wieder sprachen sich die beiden Musiker ab - das heisst wohl, dass das Set nicht vorgegeben war, sondern auch schon mal spontan entschieden wurde.

Die Zugabe liess lange auf sich warten. Dann erschien nur Amanda alleine auf der Bühne und spielte "Halleluja" und "my alcoholic friends". Ich weiss nicht, von wem "Halleluja" ursprünglich ist. Ich kenne nur die Version von Rufus Wainwright, die im Film "Shrek" vorkommt. Ich liebe dieses Lied.

Leider konnte ich das Ende überhaupt nicht mehr geniessen, weil ich einfach nur noch an meine Füsse denken musste. Das nächste Mal weiss ich wieder, dass ich bequeme Schuhe anziehen sollte, wenn ich an Konzerte gehe.

Fazit: Trotz Fussschmerzen ein fantastischer Abend. Die Dresden Dolls sind live noch eine Spur genialer als auf CD. Unbedingt anschauen!
Ich war überrascht, dass es so wenig Leute hatte. Ich hätte gedacht, sie wären bekannter.
29.5.06 17:07


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