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Virtual Insanity - That's what we're livin' in

„Nein, ich bin doch nicht süchtig. Ich habe nun mal meine Freunde nicht hier in der Nähe… ich arbeite gerade an meiner Abschlussarbeit und sitze sowieso vor dem Computer…“

Ausreden für meine weit über 12 Stunden am Tag Onlinezeit gab es wahrlich genug – und ich habe immer wieder neue gefunden.

„Natürlich ist mir das RL wichtiger. Wenn ich etwas im RL unternehmen kann, bin ich nicht online.“ Wie oft habe ich diese und ähnliche Aussagen gemacht – und sie auch genauso gemeint. Dabei ist mir nicht aufgefallen, dass ich zwar zu diesen Treffen gegangen bin, in Gedanken jedoch weiterhin dem Rollenspiel nachgehangen bin – dass ich nervös war und sofort den Laptop wieder angemacht hatte, sobald ich zu Hause angekommen war. Dass ich immer gehofft habe, ich würde „da draussen“ nicht zu lange aufgehalten um wieder in mein virtuelles Leben eintauchen zu können.

Nach und nach, ohne dass ich es so richtig bemerkt hatte, habe ich mich fast gänzlich isoliert. Ich habe mich nicht darum bemüht, Leute im „RL“ zu treffen oder den Kontakt zu halten. Ich hatte kaum noch Zeit zum Mittag- oder Abendessen, weil so gut wie immer jemand darauf wartete, dass ich zurückkam und weiterschrieb. Und mir kam das alles völlig normal vor – wenn nicht, dann habe ich den Gedanken schnell wieder verdrängt.

Nein, ich möchte die Zeit nicht verteufeln, die ich quasi Daueronline verbracht habe. Ich habe sehr dringend eine Fluchtmöglichkeit vor der unbequemen Realität gebraucht – sonst hätte ich meine Lizarbeit wohl tatsächlich nicht abgegeben und würde jetzt immer noch darum kämpfen, mein Studium zu beenden. Ich brauchte etwas, das meine Gedanken beschäftigte und das mich befähigte, nebenbei die Fragen meiner Arbeit zu behandeln.

Aber seit Ende November ist die Arbeit angenommen und der Druck weg. Ich hatte eigentlich keine Ausrede mehr. Ich sitze fast täglich alleine zu Hause und tue mich mit der Stellensuche unglaublich schwer. Das wird nicht besser, wenn ich insgeheim ohnehin lieber Rollenspiel gespielt habe oder Fanfiction geschrieben habe, als mich ernsthaft um einen Job und um meinen Berg persönlicher Probleme zu kümmern.

Jetzt habe ich mich auf radikalen Entzug gesetzt und komme mir vor wie ein Junkie. Ich merke, wie ich nervös werde, sobald ich nichts konkretes mehr zu tun habe; dass ich manchmal fast verzweifelt nach einer Ausrede suche, warum ich nicht doch wieder zurückgehen könnte und wieder virtuell statt real zu leben.

Das möchte ich aber nicht mehr. Mein Leben ist an einem Wendepunkt angelangt, den ich schaffen oder verpassen kann. Wenn ich ihn verpasse, weiss ich nicht, welche Auswirkungen das auf den späteren Rest haben würde. Deshalb bin ich jetzt gewillt, die Sucht wirklich zu bekämpfen.

Meine vier Jahre als Teil der HdR-FF-Community haben mir interessante Kontakte beschert und hoffentlich auch die eine oder andere bleibende Freundschaft – ich würde einige Dinge, die ich in diesem Zusammenhang erlebt und geschrieben habe, nur zu gerne auslöschen – aber das meiste wird mir in guter Erinnerung bleiben.

Ich hoffe, ich verliere den Kontakt nicht zu allen Leuten, die ich von dort kennenlernen durfte.
19.12.06 14:58


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Tryin' to make it real - compared to what?

Fast eine Woche ist jetzt vergangen, seit ich versuche, wieder Anschluss an die reale Welt zu finden. Ich habe mich vielen Dingen zugewandt, die mir "früher" wichtig gewesen waren und die ich in letzter Zeit sträflich vernachlässigt hatte. Die allerschlimmste Phase scheint erstmal überstanden.

Ich habe weniger akute Entzugserscheinungen, dafür zeigen sich schon erste Erfolge. Einige Bewerbungen sind raus; langsam werde ich wieder zuversichtlicher, es diesmal weiter zu schaffen als zuvor.

Bisher habe ich das Rollenspiel und seine Charaktere noch nicht vermisst - ich befinde mich ohnehin in einer Neuorientierung meines Lebens, da passt ein solcher Abschied gut rein. Natürlich denke ich manchmal, ich hätte gerne gewisse angefangene oder bereits geplante Plots noch ausgeführt - aber es ist, als hätten sie mein Leben einfach verlassen. Ich habe gar keinen Bezug mehr zu ihnen.

Erstaunlicherweise fehlt mir sogar die Zeit, alles zu tun, was ich mir vorgenommen habe. Ich muss mich zwar dauernd beschäftigen - aber ich finde auch genügend Dinge zu tun. Morgen kommen dann meine Geschwister für Weihnachten nach Hause und ich werde noch mehr Ablenkung haben.

Mir geht es gut - ich hoffe, für länger.
21.12.06 22:22


At the first flash of EDeN... Jahresrückblick, Teil 1

Ein Jahr der Veränderungen - dass 2006 genau das sein würde, war schon schon Anfang an klar. Ich hatte die ganz grosse Hürde "Studienabschluss" auf dem Programm - das konnte ich mir an Silvester 2005 noch gar nicht so richtig vorstellen.

Auch nicht richtig vorstellen konnte ich mir, dass ich diesen Abend tatsächlich alleine mit meinem Computer in meinem Zimmer verbringen sollte. Es war vor allem ein dummer Zufall, gepaart mit allgemeiner Lustlosigkeit gewesen, dass es zunächst so aussah. Meine Cousine, mit der ich Silvester die letzten Jahre jeweils gefeiert hatte, wollte lieber mit ihrem Freund feiern, mein bester Freund, mit dem ich schon lange mal wieder zusammen feiern wollte, musste arbeiten und als mir das bewusst wurde, war es zu spät, noch etwas anderes zu organisieren.

Ich war etwas frustriert, hatte mir eine Flasche Whisky gekauft und dachte, ich würde den Abend damit verbringen, in meinem Zimmer an einer zwar interessanten, aber nervigen Seminararbeit weiterschreiben, die ich in der ersten Januarwoche abgeben musste.

Zum Glück kam es anders... mein Bruder und seine Freundin waren noch zum Abendessen geblieben und letztlich haben wir den ganzen Abend bis ins neue Jahr zusammen verbracht, bis sie dann zu der Party weitergezogen waren, zu der sie eigentlich noch hatten gehen wollen.
Es ist symptomatisch für dieses Jahr, dass diese Freundin nunmehr die Ex meines Bruders ist...

Diese etwas unbefriedigende Silvester-Situation hat mir auch bereits Pläne für dieses Jahr beschert. M., die in der HdR-Community als RowenaR bekannt ist, hat mich nämlich bereits vor Silvester 2005 für Silvester 2006 nach Erfurt eingeladen - und da werde ich tatsächlich, mit einem Umweg in den Harz auch tatsächlich hinfahren.

Gerade wenn das ganze Leben ansonsten über den Haufen geworfen wird, braucht man gewisse Fixpunkte - und einer davon, ja, fast der stärkste von allen, war immer Silvester: Ich wusste - egal was passiert, egal, was kommt... Silvester 2006 fahre ich nach Deutschland. Und die Fahrkarte liegt mittlerweile auch bereit.

Der Januar 2006 wird mir vor allem wegen einer Sache im Gedächtnis bleiben: Rückenschmerzen!
Das hatte ich noch nie - ich war erst 23 und kam mir vor wie mindestens 80. Die Gründe dafür sind nicht restlos klar, wahrscheinlich eine Häufung aus vielen Umständen. Aber es war schrecklich - ich will das nie wieder erleben. Natürlich traf da echt alles zusammen. Schon aus dem Haus und ein paar Meter gehen waren qualvoll, zu Beginn reichte es sogar schon, dass ich mich im Bett von einer Seite auf die andere drehen musste... oder aufsitzen bzw. stehen. Horror!
Dennoch musste ich am Freitag mit einem Kollegen zusammen einen einstündigen Vortrag halten und in der zweiten Fragen zum Thema behandeln - wo ich doch kaum sitzen konnte. (Am bequemsten war stehen, gegen die Wand gelehnt.

In der Zeit lag ich dauernd im Bett und habe mir DVDs angesehen - Fight Club und Herr der Ringe, den ich vorher schon lange nicht mehr geguckt hatte. Jegliche Anstrengung vermeiden lautete die Devise.
Damals habe ich mir auch die Complete Recordings der Filmmusik zum Fellowship of the Ring gekauft, weil ich die Musik so gerne zum Entspannen gehört hatte.

Natürlich musste ich da auch noch Pech haben. Die erste CD-Box hatte nämlich offensichtliche Fehler, sodass ich die ganze CD1 nicht hören konnte. Wenn man so schlecht auf den Beinen ist wie ich mit meinem Rücken, dann fühlt man sich nicht nur ein bisschen vom Leben verarscht. Aber wenigstens hatte ich dann wenigstens das Gefühl, mir die CDs wirklich verdient gehabt zu haben.

Im Februar hatte ich dann das letzte Mal so richtig Prüfungssession im Palexpo. Und diese eine mündliche Prüfung... géographie humaniste.
Man könnte fast sagen, ich habe wirklich alle Albträume erlebt, die man sich als Studentin so ausmalt - und alle sind noch glimpflich abgelaufen.
Im Wintersemester 2004/05 hatte ich die Prüfung in politique suisse verpasst, weil ich sie zwar richtig in meine Agenda geschrieben hatte, aber sie mir falsch gemerkt hatte. Ich war so überzeugt, dass die Prüfung am Nachmittag war, dass ich nie nachgeguckt hatte um zu überprüfen. Das heisst, doch, ich hatte schon nachgeguckt - aber ich hatte es nicht richtig registriert.

Das heisst, ich bin an diesem Tag frisch fröhlich am Nachmittag zum Palexpo hinausgefahren (30 Minuten Busfahrt) und habe mich gewundert, warum niemand von meinen Studienkollegen dort war... und warum ich nicht auf der Liste mit den Platzzuweisungen war.
Nun, des Rätsels Lösung war damals natürlich gewesen, dass die Prüfung bereits am Morgen stattgefunden hätte. Ich hab nur den Kopf über so viel Dummheit meinerseits geschüttelt und darüber gelacht, weil es ganz einfach typisch war.

Aber 2005/06 ist mir das ja Gott sei Dank nicht passiert - nein, da war es anders gelaufen.... ich war stark erkältet vor der mündlichen Prüfung in géographie humaniste und hatte keine Lust, den ganzen Nachmittag in der kalten Uni rumzusitzen bis ich drankam. Ich hatte die Liste gesehen und wusste, dass ich als letzte an dem Nachmittag drankommen sollte - also dachte ich, ich wäre auf der sicheren Seite, wenn ich so gegen 15.30 Uhr mal zur Uni fahren würde.
Natürlich waren da vor mir noch zwei Prüfungen ausgefallen und es waren weniger Leute auf der Liste als ich im Kopf hatte... der Prof war mehr durch Zufall noch da... aber er hatte bereits einen Termin und keine Zeit mehr, meine Prüfung jetzt noch abzunehmen.

Ich hatte - wie immer in solchen Situationen - aber dennoch Glück, dass mir dieses Missgeschick bei einem verständnisvollen Prof passiert war. Er gab mir einen neuen Termin, als erste Montagfrüh. Das gab mir nicht nur Zeit, mich noch ein bisschen vorzubereiten - ich hatte auch die Möglichkeit, die Erkältung noch auszukurieren.

Trotzdem hab ich mich bei dieser Prüfung sehr blamiert, weil ich mir nicht die Mühe gemacht hatte, Definitionen auswendigzulernen. Es tut mir leid, aber ich sah und sehe den Sinn nicht, warum ich eine Definition, die ich in jedem Wörterbuch oder bei Wikipedia in 10 Sekunden finden kann, auswendiglernen müsste. Oder wen interessiert schon, wie Tourismus definiert wird? Auf Französisch?!

Ich habs überlebt und dank meiner ansonsten originellen Gedanken hatte ich die Prüfung auch bestanden.

Der März fing dann richtig geil an: Kaiser Chiefs Konzert im Fri-Son in Fribourg!
Das war mein persönliches Konzerthighlight in diesem Jahr. Ich hatte das Ticket schon lange gekauft - obwohl ich keine Begleitung hatte und meine Schwestern immer gezögert hatten, ob sie nun mitkommen wollten oder nicht.
Schliesslich hatten sich dann doch zwei dafür entschieden - Zitat J. "weil man die noch sehen muss, solange sie noch so billig sind".

Das Konzert war einfach nur Hammer! Auch meine Schwestern haben es nicht bereut, dass sie mich begleitet hatten. Die Kaiser Chiefs haben nicht umsonst Preis um Preis als beste Live-Band abgesahnt. Es ist ein tolles Gefühl, am Konzert einer Band zu sein, bei der man alle Songs mitsingen kann, bei der es so abgeht vor der Bühne - und bei der sich die Leute auf der Bühne so viel fürs Publikum tun.

Meine Schwestern werden es auch nie vergessen, wie sie erschrocken waren, als der Sänger der Kaiser Chiefs plötzlich während "Modern Way" mit dem Mikrophon vor ihnen gestanden war, weil er sich gerade unters Publikum gemischt hatte.

Schaut sie euch an, wenn ihr könnt, Kaiser Chiefs lohnen sich!

Ausserdem werde ich diese Band einfach immer mit meinem Schottlandurlaub im Sommer 2005 verbinden.

Aber nicht nur das Konzert war einfach genial, sondern auch die zwei Tage zu Besuch bei meiner Schwester. Meine Eltern hatten eine Woche später, am 11. März den 50. Geburtstag meiner Mutter gefeiert, zusammen mit dem 52. meines Vaters (vom Januar nachgefeiert) und der Silberhochzeit (vorgefeiert für Juli) - wir Kinder hatten beschlossen, unseren Eltern ein Buch zu schenken mit Momentaufnahmen, gestalteten Seiten von uns für sie.
Das Buch ist total spannend anzusehen, weil es uns ziemlich gut wiedergibt, wie wir eben sind. Chaotisch, manchmal etwas schnell hingezeichnet, aber mit viel Herz und Kreativität.

Ich sage jetzt nicht, dass wir die Idee schon im Dezember hatten, aber erst in der letzten Woche vor dem Fest damit angefangen hatten... aber das gehört eben auch zu uns: Alles auf den letzten Drücker erledigen.

Ist ja gut, dass ich jetzt so früh dran bin... weitere Teile folgen.
23.12.06 20:52


Ein paar Bilder von heute

Ich war mal wieder im Isenthal, meinem Heimatort.

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24.12.06 18:34


Frohe Weihnachten

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(Das Bild hat mein Bruder am 24. Dezember 2006 aufgenommen. Bis auf die offensichtlichen Zusätze wie Schriftzug, Kugeln und Kerzen ist das Foto unbearbeitet!)
25.12.06 01:25


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