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Die epische Odyssee eines weissen Regals

Am Samstag vor einer Woche habe ich meine neue Wohnung bezogen. Wir sind extra früh losgefahren, haben bei Ikea die Möbel gekauft und den Rest des Tages damit verbracht, das ganze Zeug zusammenzubauen.

Als es schon nach sieben war und wir endlich zum letzten Regal kommen wollten, fiel uns auf, dass wir da aus Versehen die falsche Farbe gewählt hatten. Statt wie gewünscht weiss war das Regal in Birkeimitat - etwas, das nun wirklich ganz und gar nicht in meine schwarz-weiss-rote Wohnung gepasst hätte.

Wir entschieden uns, das Regal mit nach Hause zu nehmen und es am nächsten, also am vergangen, Samstag umzutauschen.

Am Donnerstag Nachmittag habe ich bei Ikea angerufen und mich erkundigt, ob es möglich wäre, das Regal umzutauschen. Sie sagten mir, das wäre kein Problem, was ich denn haben möchte. Zu meiner Enttäuschung erklärten sie mir, weiss gäbe es dieses Regal gar nicht - ich müsste schon schwarz oder zwei verschiedene Arten von Holzimitat wählen.
Schwarz, was dann mein Wunsch war, hatten sie es allerdings nur noch 11 mal an Lager.

Deshalb sind wir am Samstag auch in sehr früh losgefahren, damit wir kurz nach 9 bei der Ladenöffnung bereits bei Ikea wären.
Dieser Plan scheiterte ca. 25 km nach Abfahrt. Plötzlich klang das Auto sehr komisch und meine Mutter fuhr auf den Pannenstreifen. "Wir haben einen Platten", sagte sie mir. Und tatsächlich, der eine Hinterreifen hatte keine Luft mehr drin.

Mit viel Kraftaufwand haben wir es zu zweit geschafft, das kaputte Rad abzumontieren und das kleine Ersatzrad zu montieren. Dieses darf jedoch nicht schneller als 80 km/h fahren. Das bedeutete - umkehren.

Kaum waren wir zu Hause zugefahren, kam zum Glück auch mein Vater nach Hause. Während ich die Zeit nutzte, mich noch nach einem Gardarobenständer und einem Spiegel umzuschauen, wechselte er die beiden Hinterräder aus.

Die ganze Aktion kostete uns über zwei Stunden Zeit. Aber vorbei wars noch nicht.
Nach etwa 50 km gerieten wir in einen Stau, der sich ganz neu nach einem Unfall gebildet hatte. Wir mussten 45 Minuten ohne Ausweichmöglichkeit warten, bis die Unfallstelle geräumt war und wir weiterfahren konnten.

Endlich, kurz nach 13 Uhr kamen wir bei Ikea an, luden das Regal auf einen Einkaufswagen und gingen zum Kundendienst.
Die Frau dort nahm das Regal auch sofort zurück und fragte mich, in welcher Farbe ich es denn gerne hätte. "Weiss", sagte ich - aber die Frau am Kundendienst schüttelte den Kopf. Dieses Regal gäbe es nicht in weiss, erklärte sie mir. "Dann nehm ich bitte schwarz", sagte ich. - "Schwarz haben wir es nicht an Lager", war die Antwort. Die 11 Stück vom Donnerstag waren also verkauft worden. Mir blieb nichts anderes übrig als das Geld zurückzunehmen und mich nach einer neuen Möglichkeit umzusehen.

Meine Mutter und ich gingen in die Ausstellung und suchten uns zwei andere Regale aus, die ähnlich waren, aber auch mehr kosten würden.
In der Lagerhalle liefen wir sozusagen direkt an einen ganzen Stapel an Kisten, die mit "Expedit weiss 149 x 149" beschriftet waren. Genau das Regal, das ich haben wollte.

Zu sagen, dass ich erstaunt war, ist untertrieben. Meine Mutter glaubte mir ja erst gar nicht, dass es tatsächlich das war, das wir haben wollten. Aber die Beschriftung war eindeutig - und an der Kasse, als wir es extra öffnen liessen, bestätigte es sich. Es war weiss, genau das, was ich haben wollte und erst noch 30 Franken billiger als das falsche, das ich vor einer Woche gekauft hatte.

Das Aufbauen verlief dann problemlos. Aber warum sowohl die Mitarbeiterin am Telefon als auch jene am Kundendienst so beharrlich behauptet hatte, es gäbe das Expedit-Regal nicht in weiss, kann ich auch nicht sagen. Mein Verdacht ist, dass es der Preisunterschied ist.

Hier das fertige Regal:

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
9.4.07 19:57


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Macht uns endlich Klamotten, die uns gut aussehen lassen!

Aus aktuellem Anlass... sprich... Shoppingfrust:

Liebe Modeindustrie,

Von mir aus könnt ihr ja size zero als die erstrebenswerte Idealgrösse anpreisen - wenn ihr es mit eurem Gewissen vereinbaren könnt, dass unzählige Frauen und Mädchen euretwegen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, dann ist das nicht mein Problem.
Aber warum schafft ihr es nicht, etwas anderes als diese ungeheuerliche "Zelt"-Mode für sogenannte Übergrössen herzustellen?

Ich will es mal ganz geschäftlich angehen. In der heutigen Gesellschaft kämpfen viele Menschen mit Übergewicht. Nicht nur alte, die ihr ohnehin hängen lasst, auch immer mehr junge, die zu eurem erklärten Zielpublikum gehören würden - und nicht alle sind fähig oder bereit, zu hungern oder abzunehmen, bis sie in eure Idealgrössen passen. Und selbst wenn - auch auf dem Weg dahin müssen sie auch etwas tragen. Euch entgeht ein Millionengeschäft! Stellt euch mal vor, wieviel es euch einbringen würde, wenn ihr euer Sortiment nicht bei Grösse 38 oder 40 beenden, sondern ausweiten in Bereiche, die für viele Frauen und Mädchen heute eher der Realität entsprechen? Modische, schöne Klamotten für Frauen, die tatsächlich Oberweite und Hüften haben, die irgendwo Platz brauchen? Wisst ihr was - ich glaube euch nicht, dass ihr dadurch etwas von eurem Image einbüssen würdet.

Manchmal habe ich ja den Eindruck, liebe Modeindustrie, ihr wollt uns Übergewichtige für unser Verbrechen, nicht auszusehen wie die Kleiderständer, an denen ihr eure Mode entwerft, auch noch bestrafen. Oder wie soll ich es mir sonst erklären, dass die "XXL-Abteilungen" hierzulande voll sind mit dieser weiten, unförmigen "Zeltmode"? Die lässt uns nicht besser und vor allem nicht schlanker aussehen.

Lasst es mich so ausdrücken: Ihr seht es vielleicht als Verbrechen an, einen Bauch und fette Hüften zur Schau zu stellen. Schwabbelnde Fettröllchen am Bauch sehen nicht schön aus - aber ich wirke bestimmt nicht weniger furchteinflössend, wenn ich herumlaufe wie ein wallender Berg von schwarzem Stoff der irgendwo anfängt und wie eine Walze auf einen zugerollt kommt. Da trage ich lieber etwas, das erahnen lässt, dass sich darunter ein menschlicher Körper verbirgt. Auch wenn das bedeutet, dass der Bauch und die Fettröllchen trotz Stoff erkennbar sind.

Ich bin nun mal gross und breit - da würde ich es nicht als vorteilhaft bezeichnen, meinen Körper mit weitgeschnittenen Klamotten noch breiter und fülliger erscheinen zu lassen, als er schon ist. Klamotten haben die Aufgabe, den Körper zu formen, nicht ihn aus Scham unter einem Zelt zu verbergen.

Ja, ich weiss, dass es anders geht. Ich habe im Ausland schon Shops gesehen, in denen modische Klamotten, die diesen Namen auch wirklich verdienen, selbst in meiner Grösse zu haben waren.
Ich will mich bestimmt nicht in Röhrenjeans stopfen - im Gegenteil, um von meinen breiten Hüften abzulenken, brauche ich Hosen, die unten weit ausgestellt sind, oder Röcke, die in Glocken- oder A-Form geschnitten sind. Solche, die eine Taille erlauben und dann aber weit fallen. Wäre doch mal was anders als die immer gleichen Hosen im immer gleichen Stretch-Stoff, der eigentlich sinnlos ist, weil er ohnehin nur an der breitesten Stelle ausgefüllt wird.

Gerade wenn man übergewichtig ist, ist die richtige Kleidung sehr wichtig. Ihr könntet so viel an uns verdienen, liebe Modeindustrie. Und gleichzeitig könntet ihr einigen Frauen ein Stück Selbstachtung zurückgeben. Eine noble Sache - aber anscheinend sind eure Designer dazu nicht fähig. Weil sie sich vor Rundungen fürchten? Weil sie es nicht aushalten, auch mal einen fetten Körper zu studieren um zu sehen, wie Klamotten für uns geschnitten sein müssten? Ich sage euch mal was: Wenn ihr euch wirklich so davor ekelt, sucht euch einen anderen Job - aber hört endlich auf, Shopping für uns dermassen zu einem Frusterlebnis zu machen. Ihr würdet an uns verdienen.


Eure

rareb
13.4.07 00:33


Was Hänschen nicht lernt...

Manchmal fragt man sich über sich selbst.

Heute stand ich mal wieder an der Supermarktkasse, alles Zeug schon aufs Band gelegt, als ich bemerkte, dass ich mein Portemonnaie nicht dabeihatte. Ich hab es doch nicht aus der Tasche genommen? Hab ich es verloren?

Panik. Peinlich ist es auch.

Zum Glück wohne ich ja nicht weit vom Supermarkt, das ist das Glück der Faulen oder so. Jedenfalls bin ich nach Hause. Da lag das Portemonnaie auf dem Bett. Schön. Bin zurück, habs bezahlt, insgesamt etwa 20 Minuten mehr fürs Einkaufen gebraucht als geplant.

Nun wäre das ja nicht so tragisch, wenn mir das einmal passiert wäre. Aber seit ich vor fünf Jahren zu Hause ausgezogen bin, ist mir das sicher mindestens einmal im Jahr passiert. Oder wenn ich das Portemonnaie dabeihatte, dann nicht genügend Geld und keine Karte, mit der ich hätte bezahlen können.

Aber etwas dabei lernen? Ich? - Anscheinend nicht. Will heissen - mehr peinliche "oh, äh... ich habe mein Geld vergessen. Kann ich später nochmals kommen?" werden wohl folgen.
25.4.07 21:52





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