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Kurzsichtige Politiker

Folgende Situation: In der Schweiz werden immer weniger Kinder geboren. Die Geburtenrate liegt bei unter 2.1 Kinder/Frau, das heisst, die Erneuerung der Gesellschaft ist nicht mehr gewährleistet. Oder anders: Die Schweiz wird alt und stirbt aus.

Ganz so dramatisch ist es nicht, denn ein Teil dieser fehlenden Erneuerung wird durch Einwanderung kompensiert. Also stirbt die Schweiz nicht aus, aber ohne Trendwende zumindest die Schweizer.

Nun läuft die Wirtschaft ja wieder einigermassen, wir haben eine Arbeitslosenquote von 2.8% und überall ist man auf der Suche nach Arbeitskräften. (Auch wenn ich persönlich das nicht gespürt hatte, als ich auf Arbeitssuche war, aber das lassen wir mal aussen vor) Es wird überall davon gesprochen, dass man Fachkräfte im Ausland rekrutieren müsste und dass sowieso überall Mangel herrscht. Rentenalter erhöhen, Frauen in den Arbeitsmarkt integrieren... es gibt viele Massnahmen.
Nur eine Partei scheint in einem völlig schizophrenen Verhalten gefangen zu sein - und die schimpft sich auch noch wählerstärkste Partei im Nationalrat.

Diese Partei vertritt in etwa folgende Punkte:
- Halt der Überfremdung
- Frauen zurück an den Herd
- Wir sind Patrioten

Ich weiss nicht, wieviele meiner Leser jetzt schon bemerkt haben, wo die Schizophrenie dieser Position liegt. Man muss jedenfalls nicht Politologin sein, um das zu verstehen.

Man kann davon ausgehen, dass Patrioten nicht wollen, dass es immer weniger Schweizer gibt. Das heisst, Patrioten sollte etwas an Familienpolitik liegen. Hier beginnt aber bereits der erste Haken:

Frauen zurück an den Herd mag vielleicht etwas sein, das sie in ihrer rückwärtsgewandten Ideologie propagieren - sie ist jedoch weder demographisch noch wirtschaftlich sinnvoll.

Lasst mich erklären. Es gibt zahlreiche Studien, schweizerische wie internationale, die aufzeigen, dass jede Politik, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhöht, am besten für beide Geschlechter, mittel und langfristig zu einer Erhöhung der Geburtenrate führt. Das heisst, je besser es möglich ist, Kinder zu haben ohne auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten, desto mehr entscheiden sich Paare dafür, Kinder zu haben.

Man kann jetzt natürlich an der Realität vorbeipolitisieren und trotzdem nichts in familienergänzende Kinderbetreuung und Steuerentlastungen für Doppelverdiener investieren. Dann steigt die Geburtenrate eben nicht und dann müssen die fehlenden Arbeitskräfte eben im Ausland gesucht werden. Aber das will unsere geliebte Partei nicht, denn wenn etwas des Teufels ist, dann ist es das Ausland.

Die Politik lautet also: Wir sind zwar für eine Familienpolitik, aber sie soll uns nichts kosten und sie soll Frauen ja nicht in den Arbeitsmarkt bringen auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite: Ausländer raus! Ganz schön patriotisch, ein Land, dessen Bevölkerung immer weiter schrumpft, die immer älter wird, eingesperrt in einem hohen Stacheldrahtzaun.

Eine Journalistin hat kürzlich im St. Galler Tagblatt folgende Feststellung gemacht:
"Wären Kinder Autos, würden sie vom Staat besser unterstützt."

Familienpolitik ist trotz Sonntagsreden und Lippenbekenntnissen ein echtes Stiefkind. In der Schweiz sind die Mehrheit der Sozialhilfebezüger jung, viele sogar unter 18 Jahre alt. Das grösste Armutsrisiko ist es, Kinder zu haben.
Kinder haben wird nicht belohnt, es wird bestraft. Und nicht nur das erste, dafür entscheiden sich viele Paare noch aus ganz anderen Gründen, aber frühestens beim zweiten und erst recht beim dritten muss gerechnet werden. Das ist ganz einfach nicht zukunftsgerichtet.

Es reicht nicht aus, einfach pauschal in die Welt hinaus zu posaunen, die Frauen müssten halt mehr Kinder haben. Wenn sie dabei sich selbst und ihre Kinder einem grossen Armutsrisiko aussetzen, ist das einfach nicht rational.
Im Übrigen ist es auch grundfalsch, die Kinderlosigkeit nur der Frau zuzuschreiben. Es ist statistisch einfacher, herauszufinden, ob Frauen Kinder haben oder nicht als Männer, denn in den allermeisten Fällen kann man ein Kind zweifelsfrei der Mutter zuordnen, beim Vater ist dies nicht der Fall. Dennoch - auch heute braucht es zum Kinderhaben noch zwei und die Frage sollte nicht sein, "warum entscheiden sich immer mehr Frauen gegen ein Kind", sondern "warum entscheiden sich immer mehr Paare gegen ein Kind" - oder eben Wer bleibt kinderlos? Das ist eine sehr interessante Studie, die sich mit dem männlichen Teil des Problems auseinandersetzt. Interessante, eigentlich triviale Feststellungen: Menschen bleiben oft kinderlos, wenn sie in keiner stabilen Partnerschaft leben, in denen Kinder überhaupt ein Thema werden. Hat in einer Paarbeziehung ein Partner ein Kinderwunsch, der andere nicht, wird in der Regel jenem nachgegeben, der keinen Kinderwunsch hat. Das heisst für die Statistiker: Es gibt auch Frauen, die gerne Kinder hätten und biologisch welche bekommen könnten - aber keine haben, weil ihr Mann keine haben will. Das Problem nur aus der weiblichen Perspektive anzusehen ist Unsinn und setzt die Frauen unverhältnismässig und ungerechtfertigterweise unter Druck.

Geld, das zum Beispiel in familienergänzende Kinderbetreuung investiert wird, ist sinnvoll angelegtes Geld. Studien aus der Schweiz zeigen, dass der "return on investment" 1:3 bis 1:4 beträgt. Das heisst, für jeden investierten Franken fliessen drei bis vier Franken zurück an gewonnenen Steuergeldern und eingesparten Sozialhilfebeiträgen etc. Selbst wenn man konservativ denkt und nur von 1:2 ausgeht, ist das eine traumhafte Quote. Trotzdem ist der politische Wille, wirklich substantiell in Familienförderung zu investieren, einfach nicht da. Weil gerade unsere grossen Patrioten immer noch der Meinung sind, Kinderkriegen wäre Privatsache.
Das ist es auch - aber eben nicht nur. Das heisst nicht, dass man eine diktatorische Bevölkerungspolitik aufbauen soll. Es bedeutet, Menschen die wirkliche Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen Lebensmodellen zu geben - und jene Wahl zu belohnen, die der Gesellschaft auch mehr zurückgibt. Das ist heute nicht der Fall. Und auch wenn niemand alleine aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen die Entscheidung für oder gegen Kinder trifft: Glauben die Menschen nicht daran, dass ihre Kinder in der Gesellschaft, in der wir leben, gut aufwachsen können, haben sie keine. Dann stirbt diese Gesellschaft aus. Man könnte es auch Evolution nennen.
Oder um es mit meiner Chefin auszudrücken: "Wenn die Schweizer nicht in Kinder investieren wollen, dann haben sie es verdient, auszusterben." So.
3.7.07 19:10


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This is the end... dem Potter sein Harry, letzter Streich

Warnung: Dieser Eintrag enthält Spoiler über den 7. Band. Wer ihn noch nicht gelesen hat und nichts im Voraus wissen will, sollte nicht weiterlesen







Bevor ich etwas zu dem von vielen langerwarteten Buch sage, möchte ich meine Ausgangslage kurz erläutern:
Ich bin nach dem Erscheinen von Band 4 in die Harry-Potter-Reihe eingestiegen, war immer eine begeisterte Leserin und Theorienschmiedin, bis ich vor etwa eineinhalb Jahren die Hogwarts Hausanalysen gemacht habe. Daraus ist - für alle, die es nicht eh schon wissen - das Forumsrollenspiel EDeN 25 entstanden, das mit eigenen Charakteren zur Zeit von Band 5 spielt. Das RPG hat mittlerweile ein echtes Eigenleben und eine echte Dynamik entwickelt. Ich liebe seine Charaktere, ihr Umfeld und alles, was daraus entstand heiss und innig - so weit, das ist meine allererste Erkenntnis der Lektüre von Band 7, dass mir die eigentlichen Hauptfiguren der Harry-Potter-Welt - pardon my French - am Arsch vorbeigehen. Ich habe kaum mitgefühlt, ich habe nicht mitgelitten, ich habe mich eher über ihre Art und ihre Haltung genervt - und meine Gedanken galten die ganze Zeit unseren Charakteren im Rollenspiel, wo die wohl jetzt sind und was sie machen.

Von daher fällt mein folgendes Urteil jetzt vielleicht harscher aus, als ich es nach der zweiten Lektüre finden würde. Aber grob gesagt... Band 7 ist kein fulminanter Abschluss einer tollen Serie, es ist eine normale Geschichte. Der "wow"-Effekt, die Wendungen fehlen.

Vielleicht kenne ich mittlerweile die Harry-Potter-Welt zu gut, vielleicht bewege ich mich zu sicher darin. Ich habe beim Lesen dauernd Ansatzpunkte für unser RPG gesucht - bei der eigentlichen Geschichte hab ich nur gehofft, sie würde endlich vorangehen.

Denn das ist mein erster allgemeiner Vorwurf an das Buch:
Es plätschert in endlosen Sackgassen dahin, die aber ganz einfach nix neues bringen - nur um dann am Ende in drei oder vier völlig überladenen Kapiteln alle Informationen reinzubringen.

Frau Rowling wollte einfach zu viel in zu wenig Seiten quetschen. Die letzten Kapitel kamen mir so vor, als wäre ihr plötzlich bewusst geworden, was sie alles noch nicht gesagt hat und dann gibt es einen totalen Overkill. Das ist aber nicht der Höhepunkt einer lange aufgebauten Spannung, die sich dann schlagartig entlädt. Sondern es sind kommentarlos aneinandergereihte Informationen ohne Rahmen, von denen ich den Eindruck hatte, sie müsse sie einfach noch schnell liefern und hätte sie früher vergessen oder noch nicht geben wollen. Letztlich bleibt überhaupt keine Zeit, sich vor Augen zu führen, was diese Informationen jetzt bedeuten.

Ich sehe auch nicht ein, warum sie für das Finale noch einmal so viele neue Gegenstände, Konzepte und Questen einführen musste, während sie den bereits bestehenden Fragen kaum Raum lässt und sie einfach so nebenbei erledigt.

Ausserdem haben Fan-Theorien die Kernstücke des Buches, soweit sie sich auf alte Fragen beziehen, bereits vorher entziffert. So, dass ich an vielen Stellen nur noch mit den Augen gerollt habe, weil es einfach zu erwarten war.

Das bedeutet, es werden vor allem Fragen beantwortet, die in Band 7 aufgeworfen werden - viele Versprechungen aus alten Büchern hingegen bleiben unerfüllt. Warum zum Beispiel wurde die Mysteriumsabteilung im Ministerium so sorgfältig und mühsam eingeführt, wenn sie später keine Rolle mehr spielt?

Alles in allem wird mir das Buch mit diesen Deathly Hallows definitiv zu esoterisch, zu losgelöst von jeglicher Realität - wo ich doch bisher an der Harry-Potter-Welt gerade diese Bodenhaftung trotz der zum Teil absurden Ideen immer sehr gemocht habe. Das hatte ich schon befürchtet, als sie die Geschichte mit den Horcruxes eingeführt hat und es führt sich einfach weiter. Es geht irgendwo auf eine Ebene, auf der man über Seelen spricht und Möglichkeiten, den Tod zu überwinden etc. Das ist mir einfach eine Spur zu hoch und schadet der Geschichte in meinen Augen mehr, als dass es ihr nützt.

Es verlangt eine Menge vom Leser ab, solche Mythen einfach als gegeben anzusehen.

Mein grösster Kritikpunkt ist gleichzeitig auch jener, der auf den wackeligsten Füssen steht. Aber mir ist aufgefallen, dass das letzte Buch, ich weiss nicht, ob das bei anderen auch so ist, sehr oberflächlich über Gefühle und Beziehungen hinweggeht. Sie werden zwar genannt, es wird auch damit angefangen - aber sie werden nicht vertieft - oder eher, das Potential, das in den Konstellationen läge, wird nicht ausgeschöpft. Die Tatsache etwa, dass Snape und Lily schon vor Hogwarts Freunde waren, es trotz Widerständen geblieben waren, bis Snape es mit seiner "Mudblood"-Bemerkung zerstört hat, enthält sehr viel Potential, auch noch zusammen mit Pentunias Eifersucht, die ausgeschlossen wurde - und James' Arroganz... und Harry. Aber diese Szene, die ausschliesslich und fast unkommentiert Erinnerungen wiedergibt, hätte definitiv mehr hergegeben.
Ich masse mir jetzt hier gerade sehr viel an - aber wir haben innerhalb von EDeN ähnliche Konstellationen zig Mal durchgespielt - sie bieten zwischenmenschlich vielleicht das grösste Potential in der Harry-Potter-Welt - und wir sind viel konsequenter und gehen viel tiefer.

Ja, ich bin auch enttäuscht darüber, dass bei Rowling Slytherin, trotz entgegengesetzter Aussagen, anscheinend ganz einfach das "Haus der Bösen" ist. Sie präsentiert uns keinen Slytherin, der immer auf der Seite der Guten stand, vom Anfang bis zum Ende. Snape ist zwar am Ende für mich der wahre Held der Serie, jener, dem mindestens ebensoviel Kredit gebühren würde wie Harry und der ihn wohl tragischerweise nicht bekommen wird - aber er wird eher als Ausnahme präsentiert. Die Gleichung Slytherin=Todesesser, und Snape war ja auch einer, wenn auch die meiste Zeit kein richtiger - wird von Rowling gestützt. Schade. Potential vergeben.

Sehr gut fand ich hingegen die Dekonstruktion von Albus Dumbledore - auch wenn ich am Ende ehrlich gesagt nicht verstehe, warum Harry ihm nicht mal gründlich die Meinung geigt. Könnte sein, dass ich da ein paar Dinge nicht richtig mitgekriegt habe - aber für mich gibt es allen Grund, sauer auf ihn zu sein - und der alte Dumbledore ist in einer Position, wo Entschuldigungen und Erklärungen irgendwe zu spät kommen.

Aberforth hingegen ROCKT! Er ist ganz einfach nur COOL. Wenn ihr mich fragt hat er zwar einiges weniger IQ als sein berühmter Bruder, aber er ist einer, der mit beiden Beinen im Leben steht und weiss, was er hat und was er kann. Er ist so gleichgültig und doch sehr gewitzt und auch mitfühlend genug. Wenn es einen Dumbledore gibt, der das Herz am richtigen Fleck hat, dann ist es Aberforth. Nicht Albus.

Es gab eine Stelle im Buch, bei der ich Tränen in den Augen hatte - es war eine der wenigen Stellen, die mich emotional berührt haben, dies dafür umso stärker. Es war jene, als der Goblin mit Harry Potter über Respekt, Zauberer und magische Geschöpfe spricht und ihm sagt, er wäre ein ungewöhnlicher Zauberer, dass er Respekt auch vor Hauselfen und Goblins hätte. Egal, wie die nachfolgende Aktion dann ausgeht... die Tatsache, dass Harry als einer der wenigen, neben Ron und Hermione vielleicht der einzige, der den anderen intelligenten Geschöpfen in der magischen Welt nicht nur auf dem Papier, sondern ganz real mit Respekt begegnet, hat mich berührt. Denn ich dachte immer, dass dies zum Erfolg beitragen würde - und ich bin froh, dass es tatsächlich so war.
Es ist deshalb auch nicht überraschend, dass der zweite Moment, an dem ich Tränen in den Augen hatte jener war, als Kreacher mit der Hauselfenarmee aufgetaucht ist.

Jetzt ein abschliessendes Fazit zu ziehen, ausser, dass ich den unglaublichen Wert unseres RPGs und die Tiefe unserer eigenen Gedanken erkannt habe, wäre viel zu früh.
Mein erster Eindruck ist aber negativ. Viel vergebene Chancen, viel unnötigen Ballast, viele unnötige Umwege, die die Geschichte nicht vorantreiben - und letztlich kein Befriedigendes Ende.
Der Epilog ist wohl das Überflüssigste, das ich je in einem Harry-Potter-Band gelesen habe.

Egal, ob es beim zweiten Lesen dann doch noch ins positivere umschlagen wird... es ist gut, dass die Serie vorbei ist.


Ein Edit:
Meine Gedanken sind noch nicht wirklich geordnet - aber langsam komme ich auch dem auf die Spur, was mich an Rowlings Art, mit der HP-Welt umzugehen, so stört.
Obwohl sie vier Hogwarts-Häuser kreiert, diese mit Eigenschaften ausstattet und immer wieder betont, alle wären wichtig und alle hätten ihr Existenzrecht - bei ihr zählen nur die Gryffindors, bzw. haben die total den Überhang.
Das Buch atmet durch Gryffindors, es leidet mit Gryffindors... man könnte fast sagen, es ist die kollektive Selbstbeweihräucherung von Gryffindor... und wenn man mal meine Hausanalyse liest, die ja vor allem auf den Liedern des Sprechenden Hutes basieren, dürfte das einen nicht verwundern.

Rowling schafft keinen Ausgleich zwischen den Häusern - Hufflepuff ist absolut blass, Ravenclaw schlecht zuordenbar und Slytherin ganz einfach böse.
Da ist EDeN der HP-Welt meilenweit voraus. Wir haben ihr Konzept genommen und wir haben es geschafft, die Vier Häuser in einer Gruppe unterzubringen, ohne dass dabei an der Essenz der einzelnen Häuser gerüttelt würde. Selbst Slytherin muss hier nicht kollektiv hinausgeekelt werden, selbst Hufflepuff muss nicht blass bleiben und auch Ravenclaw hat eine Aufgabe.
Trotzdem herrscht alles andere als Friede, Freude, Eierkuchen. Es ist, als wäre Rowling nicht fähig gewesen, bis ans Ende ihrer eigenen starren Kategorien zu denken.
Wir haben das geschafft, weil bei uns jeder Charakter von jemandem anderem gespielt wird - das heisst, jeder hat jemand, der sich um ihn kümmert, der dafür sorgt, dass er seinen Platz hat. Es drängt sich auch niemand über das Mass hervor, wie die Gefahr bei einem solchen Konzept oft ist - sondern es gibt ein variierendes Gleichgewicht. Das ist der Vorteil des RPGs gegenüber der Einzelautorin. Und nach 7 Büchern sind ihr wohl ihre Figuren so sehr ans Herz gewachsen, dass sie nicht mehr über den Tellerrand hinaussehen kann und nicht mehr merkt, dass sie die Klischees, die sie innerhalb der Geschichte angeblich bekämpfen will, selbst aufrechterhält.
Es ist fast, als würde sie befürchten, die Ideen wären nicht mehr klar identifizierbar, wenn man sie auf die Probe stellt - wir haben das für sie gemacht. Und dieser Bereich, die Ausgeglichenheit zwischen den Häusern... das ganze Potential und auch die ganze Problematik, die sich hinter diesem Konzept verbirgt - ist bei EDeN viel besser als bei HP.
21.7.07 23:44





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