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Hogwarts Hausanalysen - Teil 1: Ravenclaw

Ravenclaw

Der „sorting hat“ sagt uns folgendes über Ravenclaw:

1. Buch:
Or yet wise old Ravenclaw
If you’re a ready mind,
Where those of wit and learning,
Will always find their kind

4. Buch:
Fair Ravenclaw, from glen

For Ravenclaw, the cleverest
Would always be the best

5. Buch:
Said Ravenclaw, “We’ll teach those whose
Intelligence is surest

And only those of sharpest mind
Were taught by Ravenclaw

Zuerst also “wise” – obwohl es in diesem Kontext wohl mit „weise“ übersetzt werden sollte, finde ich es interessant, dass das Wort auch lediglich „klug“ heissen kann. Denn obwohl Ravenclaw als die weiseste der Gründer gilt, ist es doch Gryffindor, der die Idee hat, den „sorting hat“ zu kreieren. Das kann darauf hindeuten, dass Ravenclaw keine Person war, die sich besonders aktiv an Rivalitäten beteiligt – eine allgemeine Passivität scheint nämlich auch bei den heutigen Ravenclaws noch vorhanden zu sein. Ich habe im 5. Band nicht genau nachgeschaut, aber mir scheint, als würde sich kein Ravenclaw wirklich öffentlich hinter Harry stellen, in der Art, wie es z.B. Ernie Macmillian oder einige Gryffindors tun. Ja, ich weiss, Luna – aber Luna scheint einfach sagen zu wollen, dass sie ihm glaubt, ohne damit etwas anderes bewirken zu wollen.
Es ist in diesem Zusammenhang interessant zu vergleichen, wie Ernie Macmillian Harry seine Loyalität verkündet (der Hufflepuff) und wie es Luna und Cho tun. Ernie meldet sich etwas pompös, aber doch auf eine Art in der Qualität, die das Haus Hufflepuff schätzt: Seinen Freunden gegenüber loyal zu sein und zusammenzuhalten. Luna hingegen sagt es einfach so, wie sie es wahrscheinlich auch dem Autor eines Quibbler-Artikels nach einem misslungenen öffentlichen Vortrag sagen würde: sie glaube ihm. Cho sagt es Harry persönlich, aber nicht sofort vor allen Leuten, als würde sie sich davor fürchten. Die politische Motivation, die hinter Ernies Loyalitätsbekundung steht, fehlt bei Luna völlig und Cho scheint zu schüchtern dafür zu sein.

Ja, es ist kein Zufall, dass Marietta, eine Ravenclaw, die DA letztlich verrät. Man könnte fast sagen, es ist eigentlich dumm von Harry und Ron, erst zu glauben, es könnte Zacharias Smith gewesen sein. Ein Hufflepuff! Denn auch wenn er sich nicht gerade durch Fairness auszeichnet, Loyalität scheint das Hauptmerkmal von Hufflepuff zu sein. Von dem Zeitpunkt an, an dem Zacharias seinen Namen auf den Zettel geschrieben hat, konnte man eigentlich erwarten, dass er die DA zumindest nicht verrät. „Mitgegangen, mitgehangen“. Solche Gedanken scheinen Ravenclaws eher nicht zu haben. (Was auch die Konstruktion der Häuser logisch macht, neben der Opposition Gryffindor/Slytherin habe ich mich immer gefragt, wie es mit Hufflepuff und Ravenclaw steht. Obwohl die beiden Häuser keine Rivalität untereinander zu haben scheinen (das liegt wohl nicht so in ihrer Natur), sind sie doch das Gegenteil voneinander.) Buch 5 ist eine gute Informationsquelle für die Charaktereigenschaften der Häuser.

Die Ravenclaws scheinen auch eine gewisse Ehrlichkeit an sich zu haben. Wir hören z.B. nie von Hufflepuffs, dass sie Hagrid einen schlechten Lehrer finden, die Slytherins würden ihm nie im Leben eine Chance geben, die Gryffindors finden ihn nicht besonders gut - aber zumindest jene, die mit dem Trio gut auskommen, halten ihre Kritik zurück – wir erfahren nur von Luna, dass „sie in Ravenclaw“ ihn nicht für einen guten Lehrer halten. Sicher auch ein Zeichen von Lunas Direktheit, aber ich glaube, ebenfalls charakteristisch für eine Ravenclaw. Die Klügsten, mit dem schärfsten Verstand, die der „sorting hat“ nach Ravenclaw steckt, schalten ihren Verstand offensichtlich nicht aus, wenn es um die Lehrer geht. Ich kann mir vorstellen, dass viele von ihnen die Initiative des Ministeriums, die Lehrer zu beurteilen, grundsätzlich begrüsst hätten, aber vielleicht nicht mit der Person Umbridges als Inquisitorin.

Ein Aspekt von scharfem Verstand jedoch scheint den Ravenclaws ganz und gar zu fehlen – nämlich jenen Teil, der Slytherin ausmacht - „cunning“; Durchtriebenheit, List. Wir haben bisher keine Ravenclaws dabei beobachten können, wie sie grosse, durchdachte Pläne umsetzen um zu ihrem Ziel zu gelangen. Wäre Marietta z.B. eine Slytherin gewesen, hätten wir davon ausgehen können, dass sie die DA nicht einfach bei Umbridge verraten hätte, sondern dass alles mit einem listigen Plan aufgeflogen wäre. Ich weiss nicht, wie dieser Plan genau ausgesehen hätte – aber Voldemort und in kleinerem Masse auch Malfoy geben uns einen Hinweis, wie ein gut ausgearbeiteter Plan funktioniert. Dagegen scheint Mariettas Verrat kein besonderer Hinweis auf diese Art von Intelligenz zu sein.

Ich habe den Eindruck, dass dieser blinde Punkt für die Macht- und Intrigenspiele durchaus typisch für die Ravenclaws ist. Vielleicht ist es kein Zufall, dass Professor Flitwick jener war, der von Snape hinterrücks verhext wurde, als er ihn hat um Hilfe bitten wollen. Flitwick gilt als brillianter Duellist, aber er hat offensichtlich nicht erwartet, von Snape angegriffen zu werden. (Gut, fairerweise müssen wir sagen, dass der ganze Rest auch nicht darauf vorbereitet gewesen wäre. Trotzdem frage ich mich, ob sich McGonagall ebenfalls hätte überrumpeln lassen.)

Hingegen kann man den Ravenclaws weder die Intelligenz noch einen Lernwillen, eine wissenschaftliche Neugier, absprechen. Nicht nur werden diese Qualitäten vom „sorting hat“ besonders hervorgehoben – sie zeigen sich auch gerade in Luna besonders stark. Luna glaubt dem Quibbler – das kann man als Verblendetheit wahrnehmen – andererseits zeugt es aber auch von einer gewissen Neugier, sich mit den übrig gebliebenen Mysterien der Welt zu befassen. Sie erzählt schliesslich, dass sie mit ihrem Vater nach Norwegen fahren will um irgendeine dieser seltsamen mythischen Kreaturen zu erforschen. Es reicht ihr nicht, bloss an die Existenz dieser Kreaturen zu glauben – sie möchte schon beweisen, dass es sie gibt. Bei Cho ist diese Qualität nicht so sichtbar – mir fällt jedenfalls gerade keine Szene ein – aber sie müsste eigentlich irgendwo zu sehen sein, wenn man die DA-Sequenzen nochmals durchlesen würde.

Also, abschliessend würde ich sagen: die Ravenclaws sind klug, intelligent, vielleicht weise. Auf jeden Fall neugierig und im Kern ehrlich, sich selbst und anderen gegenüber. Gleichzeitig mangeln ihnen die drei Hauptqualitäten der anderen Häuser: Loyalität, Durchtriebenheit und Mut. Ich glaube, ein Ravenclaw kann sehr wohl mutig sein, wenn er von einer Sache überzeugt ist. (Lunas unausweichliche Überzeugung von ihren abstrusen Theorien kann z.B. als eine Art von Mut gesehen werden. Auch Cho, die nach Cedrics Tod ausgerechnet mit Harry ausgeht, zeigt Mut, dies zu tun. Ihre Art von Mut kommt mir aber nicht vor wie der Mut der Gryffindors. Es ist kein Mut, der reflexartig kommt, er ist wohlüberlegt) Loyalität kann es unter Freunden sicher geben, sie scheint jedoch sehr von äusseren Faktoren abhängig und nicht so bedingungslos zu sein, wie sie z.B. bei Hufflepuff gefordert wird, oder auch zwischen heldenhaften Gryffindors vorkommt. Durchtriebenheit scheint den Ravenclaws abzugehen – ihre Intelligenz verwenden sie lieber für reine Lernzwecke als für Machtspiele. Ihre Neugier ist rein, nicht von Machtstreben verdorben. Das lässt sie im Prinzip zu idealen Manipulationsobjekten für den aufstrebenden Slytherin zu machen. Dennoch haben wir diese Kombination bisher noch nicht erlebt. Vielleicht liegt des daran, dass die Ravenclaws auch am ehesten an Regeln glauben und man sie schwer davon überzeugen kann, diese zu brechen. Ich bin mir da aber nicht sicher, ob wir uns hier bereits auf Klischeekurs befinden.

Wenn wir die Art Entscheidungen zu treffen, charakterisieren würden, so ist klar, wie ein Ravenclaw arbeitet – sie sind in erster Linie Kopfmenschen, vielleicht auch zuweilen mit etwas Hilfe des Bauches (Luna auf jeden Fall). (Es gibt symbolisch: Kopf (Verstand), Herz (Gefühl) und Bauch (Intuition) – es handelt sich hier um Idealtypen. Kein Mensch trifft seine Entscheidungen ausschliesslich mit einem der drei symbolischen Organe, aber es kann mitunter sinnvoll sein, sie zu unterscheiden um den Einfluss der einzelnen Punkte zu erkennen).
27.3.06 01:51
 


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