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Hogwarts Hausanalysen - Teil 2: Hufflepuff

Hufflepuff

Was der „sorting hat“ über Hufflepuff sagt:

1. Buch

You might belong in Hufflepuff,
Where they are just and loyal,
Those patient Hufflepuffs are true,
And unafraid of toil

4. Buch

Sweet Hufflepuff, from valley broad

For Hufflepuff, hard workers were
Most worthy of admission

5. Buch

Said Hufflepuff, “I’ll teach the lot,
And treat them just the same.

Good Hufflepuff, she took the rest,
And taught them all she knew.

Wenn man sich die Liste so durchliest, erscheint einem die Zulassung zu Hufflepuff etwas zwiespältig: Einerseits sind die Grundvoraussetzungen, um ein guter Hufflepuff zu sein, sehr hoch, andererseits gibt es die Aussage, dass die gute Helga „den Rest“ genommen hat, der in keines der anderen Häuser passt.
Aber fangen wir von vorne an: Allein die fünf Eigenschaften, die beim ersten Lied des Hutes genannt sind, erscheinen mir sehr anspruchsvoll. Es muss ein guter Mensch sein, der gerecht, loyal, geduldig und treu ist und ausserdem keine Angst vor der Anstrengung hat. Diese Eigenschaften sind ausserdem breiter gefächert, als was z.B. für Ravenclaw gefordert wird. Der Grund, warum Hufflepuff den Rest nimmt, ist nicht, weil sie selbst keine Eigenschaften bevorzugt hätte (im 4. Buch sagt der Hut, harte Arbeit würde für sie zählen), sondern dass jene Eigenschaften, die Hufflepuff auszeichnen, sie dazu geführt haben, alle gleich zu behandeln.

Es macht niemanden zu einem besseren Zauberer oder besseren Menschen, wenn er besonders listig, mutig oder intelligent und damit zur Aufnahme in eines der anderen drei Häuser berechtigt ist. Ich habe sogar das Gefühl, dass die eigentlichen „Gutmenschen“ besonders gut nach Hufflepuff passen. (Ja, ich weiss, heutzutage ist „Gutmensch“ ein Schimpfwort – aber das passt vielleicht ganz gut zu Hufflepuff.)

Obwohl die erste genannte Eigenschaft „gerecht“ ist, würde ich „loyal“ als die Haupteigenschaft des Hauses Hufflepuff bezeichnen. Diesen Punkt habe ich ja bereits in meinem Ravenclaw-Text aufgezeigt: Ein Hufflepuff, der sich einer Person gegenüber verpflichtet, fühlt sich damit gebunden, die Verpflichtung einzuhalten – egal, in welche Schwierigkeiten ihn diese Verpflichtung später bringt oder bringen könnte. Ein Beispiel ist natürlich Cedric – er fühlt sich Harry gegenüber verpflichtet, sich für den Tipp mit den Drachen zu revanchieren. Im Labyrinth wiederum will er sich bei Harry dafür bedanken, dass er ihn vor der Spinne gewarnt hat. Obwohl die Regeln des Wettkampfes lauten, dass der erste, der den Pokal erreicht, gewinnt, besteht Cedric darauf, fair zu spielen. Das ist einerseits ein Ausdruck von einem guten ausgebildeten Sinn für Gerechtigkeit, aber eben auch Loyalität gegenüber seinem Helfer, einer, der sein Wort hält. Ich setze deshalb Loyalität über Gerechtigkeit, weil ich Zacharias Smith nicht als einen sonderlich gerechten Charakter wahrnehme. Sein Kommentar des 1. Quidditch-Spiels im 6. Band ist alles andere als fair und unvoreingenommen. Dennoch, Zacharias ist nicht die Person, die die DA verrät. Und er wäre kein Hufflepuff, wenn er es tun würde. Man kann den Quidditch-Kommentar so auslegen, dass er einerseits die Leute im Gryffindor-Team nicht sonderlich mag, andererseits aber auch, dass er es vielleicht als gefährlichstes Team im Kampf um den Pokal sieht. Loyalität gegenüber seinem Team würde dann gebieten, den schwierigeren Gegner zu demoralisieren. Denn obwohl Hufflepuff gerecht ist, scheint die Loyalität gegenüber den Freunden und dem Haus wichtiger zu sein als formell festgelegte Regeln. Ein weiteres Zeichen dieses bedingungslosen Zusammenhalts ist auch das Verhalten der Hufflepuffs im 2. Buch, als sie Harry für den Erben Slytherins halten und glauben, er hätte einen der ihren – Justin Finch-Fletchley – als sein nächstes Opfer auserkoren. Sie verteidigen ihren Freund, halten zusammen – aber Ernie Macmillian entschuldigt sich auch sofort, als Hermione angegriffen wird und er merkt, dass er Harry zu Unrecht verteidigt hat, loyal und gerecht.

Es ist kein Wunder, dass Hufflepuff von vielen Lesern herabgewürdigt und belächelt wird und auch innerhalb der Geschichte von den verschiedenen Charakteren als Verlierer angesehen werden. (Malfoy würde sich schämen, in Hufflepuff zu sein und als Cedric Hogwarts Champion wird, heisst es, dass Hufflepuff besonders stolz darauf sei, weil sie sonst schon wenig Aufmerksamkeit erhalten) Es ist auch im „wahren Leben“ oft so, dass die Gesellschaft stark auf diese stillen, hart arbeitenden Menschen zählt, die leise und loyal ihre Arbeit erledigen. Sie sind nicht glamourös und stehen selten im Rampenlicht – doch ohne sie würde es nicht funktionieren. Ein „wahrer“ Hufflepuff-Charakter lässt sich auch nicht leicht dazu verführen, etwas zu tun, das er selbst nicht verantworten kann. Ich denke, sie sind die Personen, deren Freundschaft man sich nur wünschen kann. Wie wir bei Zacharias Smith sehen, sind sie durchaus auch bereit, Kritik zu üben – ohne jedoch deshalb den Kritisierten gleich ihr Vertrauen zu entziehen.

Es ist wahrscheinlich dieser Mangel an Rampenlicht, an Glamour, den Hufflepuff zu einem unbeliebten Haus macht und der die anderen auf sie herabblicken lässt. Sie verlieren im House-Cup, sie verlieren im Quidditch und kein anderes Haus will mit ihnen verglichen werden. Es ist nicht so, dass die Hufflepuffs keine besonderen Fähigkeiten haben, sondern dass ihre Fähigkeiten im Wettbewerb weder zählen noch wahrgenommen werden, ja eher hinderlich sind. (Da versteht man auch die Frustration der Hufflepuffs, dass Harry auch noch die ganze Aufmerksamkeit als Hogwarts-Champion erhält, als endlich einer der ihren ins Rampenlicht gekommen wäre.)

Die Hufflepuffs sind gutmütige Gesellen, die eher mit dem Herzen und dem Bauch denken als dem Verstand. Also, zusammenfasst bedeutet Hufflepuff jede Menge sehr positiver Charaktereigenschaften, die man jedoch eher an Freunden schätzt, als dass man sie selbst anstrebt. Sie sind die Helden aus der zweiten Reihe, die es braucht, damit eine Unternehmung Erfolg haben kann. Gleichzeitig werden sie immer im Schatten der ambitiösen, listigen Slyhterins und der oft publikumswirksam mutigen Gryffindors stehen. Hufflepuff ist das Schicksal der meisten „kleinen Leute“. Das was niemand anstrebt, aber die meisten werden. Eine Position, die persönlichen Einsatz und Arbeit verlangt, ohne dass man dafür viel Applaus erwarten kann.
27.3.06 01:54
 


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