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Hogwarts Hausanalysen - Teil 3: Gryffindor

Gryffindor

Was der „sorting hat“ über Gryffindor sagt:

1. Buch:

You might belong in Gryffindor,
Where dwell the brave at heart,
Their daring, nerve and chivalry,
Set Gryffindor apart

4. Buch:

Bold Gryffindor, from wild moor,

By Gryffindor, the bravest were
Prized far beyond the rest;

‘Twas Gryffindor who fond the way

5. Buch:

Said Gryffindor, “We’ll teach all those
With brave deeds to their name”

While the bravest and the boldest
Went to daring Gryffindor.

Wenn man diese Charakteristika so durchliest, ist es eigentlich nur logisch, dass unser Held in Gryffindor zu finden ist. „Brave at heart“ sollen sie sein, die Gryffindors, im mutig im Innersten oder bis ins Innerste. (Ich finde die Beschreibung „at heart“ auch sonst interessant, weil es das Herz nennt, ein wichtiges Organ für Gryffindor) Der Mut in seinen verschiedenen Ausführungen ist in der Tat die einzig wiederkehrende Beschreibung für die Gryffindors. Wir lernen verschiedene Arten von Mut durch Gryffindors kennen: Harrys Mut, sich Voldemort und seiner Vergangenheit zu stellen, Ron’s Mut, sich im Schachspiel zu opfern, Hermiones besonnene Art, erst einmal einen Schritt zurückzugehen, bevor man sich ins Kampfgetümmel stürzt. (Band 5) Neben den drei Hauptcharakteren lernen wir mit Neville den Mut kennen, sich gegen seine Freunde zu wehren.

Mut kann aber auch leicht zu Übermut werden – wir lernen diese Seite in Gryffindor öfters kennen. Der Vorwurf Harry gegenüber, er würde sich mit aller Kraft ins Rampenlicht drängen, ist zwar in seinem Fall falsch – für die Gryffindors als Gruppe trifft er jedoch zu. Immer wieder begegnen wir Gryffindors, die lächerliche Dinge tun um Aufmerksamkeit zu kriegen (Ron oder die Weasley-Zwilinge z.B.), schwächere, die sich im Licht der stärkeren sonnen (Pettigrew) oder Percy, der sich mit seiner Familie überwirft um in seiner Karriere weiterzukommen. Obwohl alle Häuser ihre Art des Ehrgeizes haben, scheinen besonders Gryffindor und Slytherin hart um den Hauscup zu konkurrieren. Ich glaube, dies ist nicht deshalb so, weil diese beiden Häuser besser sind, sondern weil sie am ehrgeizigsten sind.

Übermut führt auch oft dazu, dass die Gryffindors glauben, die Regeln wären nicht für sie gemacht. Dieser Vorwurf muss sich Harry öfters von Snape anhören – und so sehr Harry diesen Lehrer auch hasst, Snape hat Recht. Wenn einem Gryffindor eine Sache wichtig ist, wird er dafür kämpfen, egal, was es kostet. Wenn er dabei gegen Regeln verstösst, nimmt er dies in Kauf, schliesslich kämpft er für die gerechte Sache. (Das Problem ist nur – was die gerechte Sache ist, liegt oft im Auge des Betrachters) Dieser Übermut kann sogar bis zu Arroganz ausarten, eine Charaktereigenschaft, die zumindest Sirius Black als Schüler ganz bestimmt hatte. Für einen Streich setzt er sogar das Leben eines Mitschülers und den Ruf eines Freundes (Lupin) aufs Spiel.
Nun wird der Einwurf kommen, dass auch Percy Weasley ein Gryffindor sei und dieser bestimmt nicht das Gefühl hätte, die Regeln seien nicht für ihn gemacht. Das stimmt, Percy Weasley verhält sich, als hätte er die Regeln gemacht.

Bescheidenheit mag eine Zier und Harry manchmal auszeichnen, aber der durchschnittliche Gryffindor lebt besser ohne sie. Ein Gryffindor muss sich nämlich vor allem beweisen. Ron vor seinen Geschwistern, Hermione vor den Lehrern, Harry vor Malfoy und Snape, Neville vor seiner Familie… Dabei schiesst er schon mal über sein Ziel hinaus. Es magt eine Art von Mut sein, wie Hermione in jedem Fach die Bücher auswendig lernt und dem Lehrer beweisen kann, wie klug sie ist – aber gleichzeitig wäre dieser ganze Aufwand auch nicht nötig. Hermiones Lernwille hat nicht die unschuldige Neugier der Ravenclaws – sie will die beste sein, dafür arbeitet sie. Ihre grösste Angst ist zu erfahren, nicht die beste zu sein.

Ein Gryffindor spielt fair – und wie der Sorting hat so schön sagt, pflegt er die Ritterlichkeit. Dieses Fairplay basiert aber nicht wie bei Hufflepuff auf Gutmütigkeit, sondern auf Edelmut. Edelmut, der einem auch herablassend vorkommen kann. Ein gutes Beispiel ist hier die Szene, in der Harry Pettigrew „begnadigt“: Er tut dies nicht aus Mitleid mit Pettigrew, sondern um die Ehre der Freunde seiner Eltern zu bewahren. Der Vorwurf, der Hermione Harry am Ende des 5. Bandes macht – er hätte dieses „saving-people-thing“, das „knight in a shiny armour“-Syndrom – trifft einen Punkt, der typisch für die Gryffindors ist. Ihr Mut ist zwar auch leise und jenseits des Rampenlichts – wenn sie sich jedoch noch schön in Szene setzen können, ist es umso besser. Nicht nur Harry leidet zuweilen an Selbstüberschätzung. Wie viele Gryffindors glauben, sie trügen die Welt alleine auf ihren Schultern? (Meine Theorie ist ja, dass Gilderoy Lockhart ein Gryffindor war. Er würde jedenfalls hervorragend dazupassen. Besser als in irgendein anderes Haus.)

Die Freundschaften der Gryffindors sind eng, aber nicht so bedingungslos wie sie mir bei den Hufflepuffs vorkommen. Es ist schwierig, ein klares Bild von Gryffindor zu bekommen, weil viele individuelle Charakterzüge mitspielen, die weniger mit dem Haus zu tun haben als mit der jeweiligen Persönlichkeit. Da die meisten Gryffindors erstmal mit dem Herzen und gerne auch aus dem Bauch heraus entscheiden, fehlt ihnen auch die slytherinsche Art des Pläneschmiedens. Wenn wir den Plan von Fred und George Hogwarts zu verlassen und Harry Zeit zu geben, mit jenem von Malfoy vergleichen, ist klar, dass Malfoy viel länger und ausführlicher daran geschmiedet hat. Fred und George planen bloss eine Ablenkung ein – Malfoys Plan umfasst die Reparatur des „vanishing cabinet“, Death Eathers in Hogwarts, einen Imperius-Fluch etc. Natürlich reicht der Plan von Fred und George auch aus – aber das grosse Intrigenschmieden ist eher eine Slytherinangelegenheit. Die Gryffindors beschränken sich eher darauf, diesen Plänen auf die Schliche zu kommen und die ersten zu sein, die den Plan durchschauen und entlarven.

Das ergibt schliesslich ein sehr zweischneidiges Bild von Gryffindor. Sie sind einerseits mutig, nobel und nervenstark. Sie schrecken vor keiner Herausforderung zurück und sind bereit, für ihre Werte zu kämpfen und sich dafür auch zu exponieren. Gryffindor ist auch der „Erfinder“ des „sorting hat“, was auf eine gewisse weise Voraussicht schliessen lässt. Dumbledore soll ein Gryffindor gewesen sein, auch er verfügt über viele Führungsqualitäten. Die mutigen Gryffindors eignen sich ausgezeichnet als Anführer um die man sich scharen kann und die sich nicht zu schade sind, die Leute, die ihr Vertrauen in sie setzen zu verteidigen.
Andererseits können Gryffindors auch zum Übermut, bis hin zur Arroganz neigen. Der grosse, für alle sichtbare Mut wird höher gewichtet als die Stille Loyalität. Sie müssen sich und der Welt etwas beweisen. Deshalb können sie sich nicht so leicht in eine Gruppe einfügen, in der gewisse Regeln für alle gelten müssen. Der Gryffindor tendiert dazu, zu denken, er wäre von den Regeln ausgenommen oder müsse sie besonders stark verteidigen, als personifiziertes Regelwerk quasi. Im Gegensatz zu den Slytherins scheinen die Gryffindors auch mit Vorliebe erst zu handeln und dann zu überlegen, was sie getan haben. Ich glaube nicht, dass ein Gryffindor ohne Anerkennung (von irgendeiner Seite) für seinen Einsatz leben kann – deshalb werden sie von Ruhm, Ehre und dem Glamour des Rampenlichts besonders angezogen. (Hier ist auch Lavenders Kommentar in Band 6 sehr bezeichnend – sie wirft Hermione vor, Ron nur dauernd im Krankenflügel zu besuchen, weil er gerade in aller Munde ist. Natürlich ist der Vorwurf gegenüber Hermione hier nicht berechtigt – aber mir scheint, als werfe Lavender Hermione hier ihre eigene Movation vor. Sie, Lavender, würde jetzt eigentlich gerne an Rons Seite sein und an seiner Aufmerksamkeit teilhaben. Das selbe gilt ja auch für Romilda, die unbedingt mit Harry ausgehen will.)
27.3.06 14:28
 


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