rarebs kleine Welt
  Startseite
    Euro 08
    Küche
    Politik
    Italiano
    Green Hell Blog Tour
    diverses
    Rezensionen
    Gedanken
    Hogwarts
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

Webnews



http://myblog.de/rareb

Gratis bloggen bei
myblog.de





Hogwarts Hausanalysen - Teil 4: Slytherin

Slytherin

Was uns der Sorting Hat verrät:

1. Buch

Or perhaps in Slytherin
You'll make your real friends,
Those cunning folks use any means
To achieve their ends.

4. Buch

shrewd Slytherin, from fen.

And power-hungry Slytherin
loved those of great ambition.

5. Buch:


Said Slytherin, "We'll teach just those
Whose ancestry's purest."

For instance, Slytherin
Took only pure-blood wizards
Of great cunning just like him.

And at last there came a morning
when old Slytherin departed

Wenn es Politiker in Hogwarts gibt, dann sind sie in Slytherin. Sowohl „cunning“, Durchtriebenheit, als auch Ambition sind Eigenschaften, die die meisten Politiker auszeichnen. Um genau zu sein, sind die Slytherins konservative Politiker – nicht, dass die Politiker anderer Ausrichtung andere Ansichten hätten – sie möchten nicht, dass die Dinge sich verändern. Das Festhalten am reinen Blut klingt in unseren heutigen Ohren natürlich arrogant und rassistisch – eigentlich basiert es aber auf der Angst vor Veränderung, vor Verrat. In der Zeit, als Hogwarts gegründet wurde, waren Hexen und Zauberer in der „Mugglewelt“ schliesslich gefürchtet. Man kann seine Angst, Kinder aus reinem Muggle-Umfeld nach Hogwarts aufzunehmen, in diesem Zusammenhang verstehen. Wenn er gleichzeitig viel Wert auf die beiden genannten Fähigkeiten, man könnte „cunning“ auch „strategische Intelligenz“ nennen und Ambition, legt er den Grundstein für das Überleben der Zauberergemeinschaft. Solche Leute braucht eine gefährdete Gesellschaft – zusammen mit den heldenhaften Gryffindors sollten die Slytherins es schaffen, die magische Gesellschaft gegen den Druck der Muggles zu verteidigen. Es ist also kein Wunder, dass die beiden anfänglich Freunde waren. Ein Gryffindor und ein Slytherin zusammen vereinen die beiden Merkmale, die gemäss Machiavelli ein Fürst haben muss: List und (Waffen-)Stärke.

Das Problem mit solch eigentlich noblen Ansichten ist nur, dass die Umstände sich ändern können und dass neue Werte gefragt wären. Wenn aus Slytherins Überlebensstrategie eine Tradition wird, kann sie plötzlich selbst das Überleben der magischen Gesellschaft in Gefahr bringen. Denn heute wäre eigentlich die Vereinigung aller magischen Wesen und aller Zauberer notwendig, um nicht an „Inzucht“ zugrunde zu gehen. Aber diese Einsicht wird sich in Slytherin nicht durchsetzen, da die traditionellen Slytherinfamilien ihren Ruhm und ihr Ansehen auf Salazars Ideen aufbauen. So ist auch verständlich, dass viele Slytherinabgänger als Death Eaters bei Voldemort gelandet sind. Er, der die charakteristische List dieses Hauses perfektioniert hat, wusste genau, wo er die konservativen Slytherins, die sich dauernd um den Weiterbestand ihrer Gesellschaft sorgen, abholen musste, damit sie ihm folgen. Sie erinnern mich ein bisschen an die vielen Monarchisten, die es im Deutschland der der Zwischenkriegsjahre gab, die eigentlich keine Nazis waren, aber von Hitler genau dort abgeholt wurden, wo sie waren und sie so in seine mörderischen Pläne eingebunden hat. Aber ich schweife ab.

Wie ich in allen anderen Aufsätzen betont habe, sind die Slytherins die grossen Planer. Kein Haus bringt so viele brilliante Taktiker heraus, die ihre Ziele mit allen Mitteln, jedoch vor allem mit grossangelegten Plänen erreichen. Die Ziele ihrer Pläne ahnen meistens kaum, dass sie in Gefahr sind, bevor die Falle zuschnappt. Die Kunst der Occlumency ist eine Fähigkeit, die geradezu auf Slytherin zugeschnitten ist. Sie schaffen es, jedem Teil ihres Plans genau so viel zu verraten, wie die Person wissen muss und die Fakten immer so zu verwerten, dass sie immer gut wegkommen.

Das sind zweifelhafte Fähigkeiten – Macht korrumpiert und die Slytherins streben nach Macht, weshalb sie besonders leicht ihren Versuchungen erliegen. Aber mancher Slytherin verwendet dieses Fähigkeiten auch sowohl zum Eigennutz wie zum Gemeinwohl – zum Beispiel Slughorn, der sich zwar selber bereichert und gerne weiss, dass er Einfluss hat, gleichzeitig aber den verschiedenen Institutionen der magischen Gesellschaft immer neue, talentierte Menschen zuspielt. Solange Slughorn keine weitergehenden Absichten als seinen Komfort hat, können beide Parteien von seinem Einsatz profitieren.

Dass auch Gorillas wie Crabbe und Goyle in Slytherin sind, obwohl sie bisher weder diese taktische Intelligenz noch Ambition gezeigt haben, könnte daran liegen, dass die Tradition es gebietet, sie in Slytherin aufzunehmen. Denn in welchem anderen Hause hätten Crabbe und Goyle sonst besser Platz? Man kann ihnen insofern eine gewisse praktische Intelligenz zuschreiben, als dass sie wissen, dass sie es nie über Malfoys Bodyguards hinausbringen werden und sich deshalb an ihn halten. Wären sie in Gryffindor müssten wir noch erwarten, dass sie versuchen würden, die Welt von ihrem nichtvorhandenen Talent zu überzeugen.

Immer noch nicht ganz zuteilen kann ich die Aussage des Hutes, dass man in Slytherin echte Freunde finden würde. Vielleicht bin ich hier zu sehr von Voldemort geprägt, der nichts von Freunden hält. Was man aber in Slytherin garantiert erhält, ist eine Chance, wenn man den richtigen Hintergrund hat. Malfoy bietet Harry seine Freundschaft an, nachdem er erfährt, wer Harry ist. Es sind vielleicht nicht die tiefsten, loyalsten Freundschaften, aber zwei Slytherins, die ein gemeinsames Ziel haben, arbeiten sicher effektiver zusammen als zwei Leute der anderen Häuser.

Die Slytherins sind nicht böse – aber sie haben sich durch ihre Ideale vom Bösen verführen lassen. Sie sind elitistisch und herablassend, weil sie in einem alten, verkalkten Gebilde festsitzen, das sie selbst stützen. Im tiefen Innern sind sie Angsthasen, die sich vor nichts mehr fürchten als der Veränderung – einer Welt, in der sie ihre Position wieder suchen müssen, weil ihr Status sie ihnen nicht mehr garantiert. Jene Slytherin, die nicht aus den traditionellen Reinblutfamilien kommen, sind hingegen besonders ambitiös, da sie gerne ihren Platz in dieser exklusiven Gesellschaft verdienen wollen.
27.3.06 17:13
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung