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diverses

Rhätische Bahn wird Weltkulturerbe

Letzten Herbst habe ich von meiner Reise in den Kanton Graubünden geschwärmt, insbesondere von meiner Rückreise über Illanz und hinauf nach Disentis. Nun ist eine dieser Bahnen - die Rhätische Bahn - ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen worden.

Ich gratuliere und freue mich sehr, dass diese beeindruckende Ingenieurkunst nun offiziell geschützt worden ist. Es brachte sogar mich, die in den Bergen aufgewachsen ist, noch ins Staunen, wie diese Leute es Ende 19. Jahrhundert/Anfang Jahrhundert geschaffen haben. Damals ging es vor allem darum, die feindliche Natur zu überwinden, den vermeintlichen Triumph der menschlichen Technik über die Berge zu zelebrieren. Heute sieht man vieles anders - die atemberaubenden Brücken, kurvenreichen Strecken und die zahlreichen Tunnels sind geblieben.
7.7.08 22:18


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Urlaub von der Urlaubsplanung

Im Frühjahr habe ich mir vorgenommen, diesen Sommer nach Grossbritannien zu fahren. Wohin genau hatte ich noch nicht festgelegt, Hauptsache Grossbritannien und am Liebsten an einen Ort, an dem ich noch nicht war.

Bevor ich aber mit der Planung anfangen konnte, hat meine Mutter plötzlich, relativ überraschend, erklärt, da würde sich auch noch gerne mitfahren. Damit waren aber auch ein paar Auflagen dazugekommen:
Die Reise musste während den Schulferien stattfinden (meine Mutter ist Lehrerin) und sie sollte auf dem althergebrachten Weg zu machen sein - denn meine Mutter setzt keinen Fuss in ein Flugzeug.

Naiv, wie wir zu diesem Zeitpunkt noch waren, gingen wir damit aufs Reisebüro. Wir hatten uns bereits festgelegt, dass wir nach Brighton an der Kanalküste fahren wollten, via London.

Die Lehrtochter im Reisebüro war mit diesem Wunsch schon einmal total überfordert. Sie konnte zwar die Hotels buchen und auch teilweise Preise für die Bahn heraussuchen, aber wirklich die Reise planen konnte sie nicht, weil sie keinen Zugriff auf das ganze Bahnnetz hat. Also mussten wir auf den Bahnhof, um zu buchen.

Da kamen, wie schon von der Reisebürofrau, immer wieder die gleichen Fragen:

1. Sie wissen schon, dass Fliegen billiger ist?
2. Sie wissen schon, dass Eurostar retour billiger ist als nur ein Weg? (Wir wollten mit der Fähre zurück)
3. Sie haben ja gar nichts von der Reise, wenn sie so lange unterwegs sind. Wollen Sie nicht verlängern?

Schliesslich, nach eineinhalb Monaten Planung, hin und her überlegen, zwei Besuchen beim Reisebüro und drei Besuchen am Bahnhof, schienen wir die ideale Lösung gefunden zu haben. Das erste Fazit: Man ist total anachronistisch, wenn einem die Anreise genauso wichtig ist wie das vor Ort verweilen.

Mit einem InterRail Europe Global Pass hätten wir die Bahnen in GB und Frankreich benutzen können, hätten Ermässigungen bei Fähren, beim TGV und beim Eurostar erhalten und hätten damit die Reisekosten einigermassen unter Kontrolle halten können.

Bloss: Als wir buchen wollten, erfuhren wir, dass zu unserer Reisezeit bereits alle TGVs ausgebucht sind, ebenso der Eurostar. Es war nichts zu machen, die Reise war nicht durchzuführen.

Ich war enttäuscht. Seit zwei Monaten hatte ich mich eigentlich auf England gefreut und nun sollte es einfach nicht funktionieren. Zuerst dachte ich daran, meine Mutter doch wieder zu Hause zu lassen und mit dem Flugzeug nach England fliegen. Aber ich hatte mich auch darauf gefreut, mal wieder mit meiner Mutter wegzufahren.

Deswegen dachten wir, wir könnten nach Kopenhagen, das wäre eine gute Alternative. In grenzenlosem Optimismus hatten wir heute einen Dänemark-Reiseführer gekauft und schon darüber nachgedacht, was wir uns in der Zeit ansehen könnten.

Als wir danach aber auf den Bahnhof gingen, kam die nächste Enttäuschung: alle Nachtzüge nach Kopenhagen sind in unserem Reisezeitraum bereits restlos ausbucht - bei Tag zu reisen geht nicht, weil wir da einen Zwischenhalt in Hamburg einlegen müssten. Damit es nicht zu teuer wird, sind wir auf das Plan & Spar-Angebot angewiesen - bei dem dürfen Zwischenhalte nicht länger als 12 Stunden dauern. Das war einfach zu knapp.

Schon wieder Frust.

Ich bezweifle langsam, ob ich dieses Jahr überhaupt noch in den Urlaub komme. Ich werde am Ende Urlaub von der Urlaubsplanung brauchen. Und dabei wollte ich es doch für einmal nicht selbst organisieren, sondern es dem Reisebüro überlassen.
5.7.08 21:53


Bergsommer

So, gestern haben wir mal das schöne Wetter genutzt und waren in den Bergen. Hier ein bisschen Picspam:

Der Bahnhof in Realp:

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Der erste Wegweiser:

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Achtung, Skifahren verboten:

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Zweite Weggabelung: (Wir gingen erst falsch, weil die Beschriftung, nun, äh... nicht gerade klar ist)

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Das Dorf von oben:
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Wir waren beinahe im Urwald:

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Blick in die Berge:

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Bergbach:

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Und der Blausee:

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30.6.08 22:55


GAU eines Serienjunkies

Inspector Rebus hat mich zum Serienjunkie gemacht - zumindest zum Bücher-Serienjunkie. Obwohl ich nicht so richtig sagen kann, was genau an diesen Büchern so faszinierend ist, habe ich die ersten sieben Bände innerhalb kürzester Zeit gelesen - immer mit dem Wunsch, den nächsten Band in die Finger zu bekommen und in das dreckige, düstere Edinburgh der Serie zurückkehren zu können.

Man sollte eigentlich denken, dass diese Welt sich nicht besonders gut dafür eignen würde, schliesslich ist Rebus pessimistisch wie kaum ein anderer und ein einziges ungelöstes psychisches Problem. Trotzdem - oder gerade deswegen - hat man ihn schnell ins Herz geschlossen und interessiert sich dafür, wie seine Geschichte weitergeht. Und deswegen habe ich auch bei jeder Gelegenheit das Buch wieder aufgenommen um weiterzulesen.

Und jetzt sitze ich auf dem Trockenen. Sozusagen der GAU des Bücherjunkies.

Ich hatte normalerweise immer zwei Bände der Serie bei mir - jenen, an dem ich gerade las und dessen Fortsetzung. Sobald ich ein Buch beendet hatte, ging ich auf dem Heimweg in die Buchhandlung und kaufte mir den nächsten. Das ist schon fast zu einem Ritual geworden - denn ich hatte es schon mit den Jane-Austen-Romanen so gehalten. Die grosse Buchhandlung liegt auch so schön am Heimweg, dass ich nie daran gedacht hätte, die Bücher online zu bestellen oder gleich die ganze Serie auf einmal zu kaufen.

Nun ist mir das gute Wetter des letzten Wochenendes zum Verhängnis geworden.

Da es einfach zu schönes Wetter war um die Zeit im Haus zu verbringen, hatte ich den Samstag und den Sonntagnachmittag lesend an der Sonne verbracht. Deshalb hatte ich am Sonntagabend plötzlich keinen Ersatzband mehr hier, weil ich beide Bücher fertiggelesen hatte.

Ich ging auf dem Heimweg sogar extra in der Bahnhofsbuchhandlung vorbei um nachzusehen, ob sie möglicherweise den Fortsetzungsband da haben. Bei einer so kleinen Auswahl an English Books war das aber aussichtslos.

Heute war die grosse Buchhandlung wieder offen und ich hatte am Mittag noch eingeplant, dort vorbeizugehen und die nächsten beiden Bücher zu kaufen. Dazu kam ich aber nicht, weil ich dann doch lieber mit meiner Kollegin zu Mittag gegessen hatte.

Als ich dann am Abend die Stufen hochging und vor dem Regal stand, sah ich sofort, dass einige Bände der Reihe fehlten... auch "Black & Blue", der bei mir als nächster drangewesen wäre und auf Lager hatten sie das Buch natürlich nicht.

Ich konnte es kaum glauben.

Die Hoffnung, das Buch in der etwas kleineren anderen Buchhandlung zu finden, war natürlich vergebens. Die haben nur zwei kleine Regale mit English Books und befinden sich ausserdem gerade im Umbau.

Das heisst, jetzt muss ich mindestens bis Mittwoch warten, bis die nächste Lieferung kommt - so lange ist Rebus-Zwangspause. Unerträglich.

Ganz auf dem Trockenen sitze ich aber doch nicht - Ian Rankin hat auch noch andere Bücher geschrieben, die nichts mit Rebus zu tun haben. Eines davon liegt jetzt bei mir auf dem Nachttisch.
28.4.08 19:43


Nicht ganz dicht

"Das Bundeshaus nicht ganz dicht?" Was die Schweizer Boulevard-Zeitung "Blick" da wohl herausgefunden hat? Es ist ein reisserischer Titel, wie man ihn sich von der Zeitung ja gewohnt ist - haben die Politiker in der Session den Verstand verloren? Hat es in die neu renovierte Kuppel geregnet?

Weit gefehlt. In dem Artikel geht es um nichts dergleichen. Der Blick hat lediglich mit einem Wärmefotografen ein Bild des Bundeshauses gemacht um zu prüfen, wie gut die Wärmedichtung und damit die Minergie-Tauglichkeit des Bundeshauses ist.

Nun müsste man doch vermuten, dass der Blick skandalöserweise herausgefunden hätte, dass das neu renovierte Bundeshaus den Minergie-Kriterien überhaupt nicht entspräche und damit dem gestern beschlossenen neuen Reglement des Ständerats widersprechen würde. Ein Skandal, nachdem gerade erst mehrere Millionen in die Renovation des Hauses investiert wurden?

Nein, im Gegenteil.

Die Wärmebildkamera zeigt, dass die Wärmedichtung des Bundeshauses ausgezeichnet funktioniert. In keinem der bereits renovierten Teilen gibt es Lecks oder isolationstechnische Mängel. Des Bundeshaus ist minergietauglich, mit Ausnahme jener Gebäudeteile, die in Kürze noch renoviert werden sollen und einem Fenster in der Kuppel, das aber gerade dazu dient, die in die Kuppel gestiegene Wärme abzulassen.

Mit anderen Worten: Das Bundeshaus ist absolut dicht und vorbildlich. Sagt der Artikel. Aber ein solcher Titel würde sich ja nicht verkaufen. Da stellt sich bloss die Frage, wer hier nicht ganz dicht ist.
12.3.08 22:47


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